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Geschichte des Skisports in Bad Ischl

1997 bis 2007: 100 Jahre Wintersportverein in Bad Ischl, ein Bericht dazu ist im TRAUNSPIEGEL erschienen.

 1907: Der Skiklub Bad Ischl wurde am 16.11.1907 in seiner Gründungsversammlung aus der Taufe gehoben.
          Erster Obmann war Franz Blaschke und die vorrangigen Ziele waren der Bau eines
          Sprunghügels, gemeinsame Skitouren  und Teilnahme an Wettkämpfen.

1908   trat der Klub dem mitteleuropäischen Skiverband bei. Im Jainzental wurde der erste Skiwett- und Sprunglauf ausgetragen. Dem Verein gehörten 40 ausübende Mitglieder an.

1910   wurde ein Hindernislauf in Obereck sowie ein Sprunglauf am Siriuskogel mit einer Bestmarke von 9 Metern durchgeführt.

1912   wurde neben dem Skiklub Bad Ischl der Wintersportverein Bad Ischl gegründet. Oberstes Ziel des Vereines war es die Errichtung von Wintersporteinrichtungen zu forcieren. In den folgenden Jahren wurden Skikurse mit vielen Teilnehmern abgehalten.

1920   trat der Schiklub dem Salzkammergut-Skiverband bei. Beide Schivereine hatten nach dem 1. Weltkrieg mit wirtschaftlichen  Schwierigkeiten zu kämpfen.

1923   wurde der Schiklub in „Schivereinigung Bad Ischl“ umbenannt und  Wettkämpfe auch nur sehr spärlich veranstaltet. Der Schiklub Rettenbach errichtete die Rettenbachschanze und die Schanze in Traxleck wurde neu ausgebaut.    

1932   wurden weitere Sprungschanzen in Pfandl und Roith gebaut und eröffnet.

1933   zählte die Schivereinigung bereits 220 Mitglieder und war somit der größte Schiverein im Salzkammergut.

1935   wurden die Salzkammergut-Schimeisterschaften in Bad Ischl mit den Bewerben Abfahrtslauf, Langlauf und Sprunglauf abgehalten.

1937  fanden die Österreichischen Schimeisterschaften der Herren  in Bad Ischl statt. Die Pisten von der Hohen Schrott bzw. Katrin wurden deswegen adaptiert. Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges kam es im Vereinsleben zu einem fast völligen Stillstand. Alle Schivereinigungen im Salzkammergut wurden aufgelöst und in den Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert.

1942   gab die Schivereinigung Bad Ischl ihre Auflösung bekannt. 

Trotzdem wurden nach Beendigung des 2. Weltkrieges sofort wieder Skisportveranstaltungen in Bad Ischl durchgeführt. So wurde auf der Schanze in Traxleck von 1946 bis 1952 ein Spezialsprunglauf ausgetragen.

1947   trug der wieder gegründete Salzkammergut Schiverband seine alpinen und nordischen Meisterschaften in Bad Ischl aus.

1948   am 11.12.1948 fand schließlich die Gründungsversammlung des Wintersportvereines Bad Ischl statt.
Neben der Sektion Skilauf gab es auch noch Eislauf, Rodeln, Eisschießen sowie Schlitten- und Gasselfahren. Georg Burgstaller war  Obmann dieses wieder gegründeten Vereines. Da der WSV Bad Ischl dem Salzkammergut Schiverband angehörte bekam er von Seiten des Landesskiverbandes (LSVOÖ) keine Subventionen.

1951  kam es deshalb zu einem Verbandwechsel und der WSV Bad Ischl ist seither Mitglied des LSVOÖ.

Bereits Ende der Vierziger-Jahre plante man von Seiten des WSV Bad Ischl eine Seilbahn auf die Katrin zu bauen.  Die ASKÖ Bad Ischl wollte eine Aufstiegshilfe auf die Hohe Schrott. Letztlich scheiterten beide Projekte weil man sich nicht auf ein Gemeinsames einigen konnte.

Aus diesem Grunde entwickelte sich der Sprunglauf in den kommenden Jahren deutlich besser. Nach der Eröffnung der Katrin-Seilbahn 1959 erlebte die alpine Sektion wieder einen Aufschwung. Zahlreiche Veranstaltungen, teilweise mit internationaler Beteiligung wurden Anfang der 60er Jahre am Ischler Hausberg durchgeführt.

1965     beteiligten sich beim Ortsjugendskitag bereits 360 Nachwuchrennläufer. Nach der Stilllegung der alten Katrin-Seilbahn Mitte der 70er Jahre wichen die Alpinläufer in die unmittelbaren Skigebiete aus.

1978 konnte mit der neuen 4er-Gondelbahn auf den Ischler Hausberg neue Aktivitäten gesetzt werden

1974  In schneearmen Wintern hielt man bei den Langläufern Ausschau nach einem schneesicheren Gelände. Die Rettenbachalm erwies sich als sehr günstig und so wurde in den Jahren 1974 bis 1981 eine neue Loipenanlage gebaut und fertiggestellt.

1977 wurde das erste vereinseigene Loipengerät in den Dienst gestellt. Die 1978 geschaffene Nachloipe in der Kaltenbachau (Rennbahn) wurde nicht nur von Clubmitgliedern sondern auch von Gästen frequentiert. Mit Hilfe von modernen Loipenspurgeräten konnten auch die Sulzbach-Felder und die Wiesen von Pfandl erschlossen werden. Bad Ischl ist somit zu einem Zentrum des winterlichen Langlaufs geworden und verfügt über ein Loipennetz von über 50 km. Gänzlich neu angelegt wurde in den letzten Jahren die Loipen in der Rettenbachalm und vom internationalen Skiverband (FIS) homologiert. Damit war die Voraussetzung zur Durchführung von nationalen und internationalen Großveranstaltungen gegeben.

1977  Aber auch im Bereich des Schanzenbaues gab es Neuerungen. Ganz in der Nähe der Katrin-Seilbahn plante man die Errichtung von Skisprungschanzen. Bereits 1977 wurden zwei Schanzen mit einem internationalen Bewerb feierlich eröffnet. Zwei Jahre später wurde eine Schülerschanze dazugebaut. Mit Schneekanonen holte man sich 1989 erstmals künstlichen Schnee auf die Schanze.

1978  Österr. Nordische Meisterschaften (50 km, Staffel)

1980  Österreichische Skibobmeisterschaften auf der Katrin

1981   Eröffnung der Langlaufloipe in der Rettenbachalm mit der österr. Nordischen Meisterschaft in der Kombination

1983  Österr. Nordische Meisterschaften (Staffel, 20km & 50 km Langlauf) 

1984  Länderkonferenz des ÖSV in Bad Ischl

1988  Verbreiterung und Verbesserung der Loipe in der Rettenbachalm für nationale und ineternationale Bewerbe

2005 erhielten die Kinder- und Jugendschanzen nach Umbauarbeiten Matten fürs Sommertraining. Mit dem SV Bad Goisern bildete man ab März 2005 eine Trainingsgemeinschaft im Bereich der nordischen Sektion.

So gibt es nunmehr in allen drei Sektionen (Alpin, Sprunglauf und Langlauf) ideale Voraussetzungen für die Ausübung dieser Sportarten. Die Erfolge der Nachwuchssportler können sich sehen lassen und bestätigt den Vereinsvorstand die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.  

Aber auch bei den Alpinen wurde in den letzten Jahren die Kinder- und Jugendarbeit forciert. Mit Franz Sams und Gudrun Zulehner konnten durch den jetzigen Obmann Karl Saller zwei  engagierte Trainer  gewonnen werden. Mittlerweile werden  an die 60 Kinder trainiert. Den Kindern wird zum einen ganz einfach der Spaß am Schifahren vermittelt, zum anderen werden aber auch zahlreiche regionale, zum Teil aber auch nationale und sogar internationale Rennen (Kids-Trophy) bestritten und die Erfolge können sich durchaus sehen lassen.

2007 Erstmals in der nunmehr 10 jährigen Geschichte der Dachstein Rallye konnte die Mannschafts-Gesamtwertung vom SKITEAM des WSV Bad Ischl gewonnen werden.

2009  Nachdem die Finanzierungszusage des Landes Oberösterreich beim WSV eingelangt ist, konnte im             Frühjahr  2009 mit dem Bau der Jugendmattenschanzen HS 45 und HS 65 neben der Katrinseilbahn-Talstation begonnen werden. Bis November konnte durch die massive Mithilfe der Springereltern gewaltiges geleistet werden. Die Anlaufspuren und der Aufsprunghügel konnten in diesem Jahr fertiggestellt werden, der komplette Aufsprungbereich wurde mit 1100 m² Kunststoffmatten belegt werden. Auch der Sprungrichterturm wurde neu gestaltet und notwendigerweise aufgestockt.